9.8. Wunderschöne Tage auf Vancouver Island

Samstag, 10.08.2013

Es ist so schön hier, dass man kaum zum Bloggen kommt - daher jetzt die Fülle der letzten 3 Tage zusammengefasst.

Vorgestern vormittags starten wir also von Vancouver aus zur Fähre in Tsawassen, um nach Vancouver Island überzusetzen. Wir hatten einen Platz auf der 11 Uhr Fähre reserviert, bekamen aber dann einen - ohne Reservierung - auf der 10 Uhr-Fähre. Die Fahrt durch die Golf-Inseln nach Swartz Bay auf Vancouver Island dauert ca. 1 1/2 Stunden und ist allein schon ein herrliches Erlebnis.

Da noch viel Zeit bis zum Einchecken in unsere Unterkunft verblieb, vertraten wir uns zunächst auf der Seepromenade im Örtchen Sidney die Füße und fuhren dann weiter nach Butchart Garden. Das ist eine gigantische Anlage mit italienischem, japanischen und Rosengarten uvm., in dem mehr Blumen blühen, als das Auge verkraften kann.

Schließlich gelangten wir in Victoria in unser Unterkunft, dem Cottage Pirouette, an und wurden mit Tee und vielen Informationen von unserer Gastgeberin empfangen. Lorraine betreibt ein B&B, hat noch irgendeinen anderen Job und ist nebenbei Jazz-Sängerin.

Das Frühstück war diesmal nicht das übliche Büffet, sondern wurde pünktlich um 8:30 von der Wirtin allen Hausgästen serviert ( Muffins, Brot, Butter, Marmelade, Bacon, Würstchen, Rühreier etc. ). So saßen also neben zwei Österreichern eine 5köpfige schwedische Familie ( Vater, Mutter und 3 Kinder zwischen 13 und 18 ) und ein Pensionistenpärchen aus Seattle am Frühstückstisch zusammen und unterhielten sich fröhlich miteinander.

Unser nächster Tag war der Hauptstadt Victoria gewidmet. Von unserem Quartier aus kann man in einer 3/4 Stunde am Hafen entlang in die Innenstadt spazieren oder - was wir auf dem Rückweg machten - mit dem Wassertaxi zu West Marina Bay zurückkehren.

 

Wie verbringt man so einen Tag in der Stadt ? Wir bummelten einfach durch die Altstadt ( nun ja, was heißt alt - so um die 100 Jahre ),

wir schmöckerten ein wenig in einem der architektonisch eindruckvollsten Buchläden der Welt ( Munro´s in der Government Street ),

wir schauten im Fairmont Empress Hotel dem britischen High Tea zu ( Teilnahme kostet angeblich 60 $ pro Person und so britophil waren wir dann doch nicht ),

und verbrachten dann noch den Rest des Nachmittags im Royal British Columbia Museum, wo wir dann wohl unserem "Tier des Tages" begegneten.

 Das Royal British Columbia Museum ist ein tolles Museum; im Gegensatz zum Museum of Anthropology in Vancouver erzählt es aber - mit Hilfe der Exponate - Geschichten, während das MOA eher einfach schöne Dinge ausstellt - die Geschichten sind mir lieber.

Da der Eintrag schon reichlich lang ist, werde ich noch ein-zwei Berichte über die letzten Tage in Kanada anfertigen, bis ich dann den Kanada-Blog abschließe. Mittlerweile sind wir natürlich schon in Oklahoma angekommen, aber das wird eher nicht Gegenstand des Blogs sein, da dieser Besuch rein privat und dieser Blog vollkommen öffentlich ist.